Veranstaltungen mit Kulturschaffenden

Vortrag:
„Braucht es Glück zum Glücklichsein?“

25. April 2024

„Braucht es Glück zum Glücklichsein? “ ist der Titel des Vortrages, den meine Tochter Fabiana von Saldern am 25.4.2024 im Begegnungs- und Servicezentrum im Hofgut Goldstein vor 30 Menschen hielt, die ungefähr doppelt so alt sind wie sie.

Fabiana von Saldern ist 25 Jahre alt und arbeitet als Kommunikationstrainerin.

Als stolze Mutter durfte ich den Vortrag meiner Tochter mit interessanten Diskussionen verfolgen und habe vor allem einen Satz mitgenommen: „Wer nur denkt verpasst die kleinen und großen Glücksmomente“.

Ich selbst habe den Vortrag meiner Tochter mit Vorschlägen ergänzt wie jeder mit wenig Aufwand die täglichen „Glücksmomente“ kreativ und bleibend zum Beispiel in einem Kalender festhalten kann.

Vortrag Glück Fabiana und Sonja von Saldern
Vortrag Glück Fabiana und Sonja von Saldern
Vortrag Glück Fabiana und Sonja von Saldern

Taunusfrauenmesse in Kronberg

02. März 2024

Sonja Von Saldern, Autorin und Museumspädagogin
Am Stand Nr. 11 der Taunusfrauenmesse in Kronberg in der Stadthalle
Der zweite Teil von " Gemeinsam gegen Einsam" erscheint 2024 - das Geheimnis habe ich auf der Messe gelüftet
Sonja Von Saldern, Autorin und Museumspädagogin
Mit der Autorin und Freundin Brina Stin vom Wellengeflüsterverlag habe ich mir den Stand geteilt- sie hat mich dazu eingeladen.
Eine besondere Veranstaltung, perfekt organisiert und koordiniert von "Der Feldbergerin"

ZusammenKunst – Stromkästen werden zur „Open Air Galerie“

15. November 2023

Zehn Künstlerinnen und Künstler der Eppsteiner Gruppe „ZusammenKunst“ haben, wie berichtet, in den vergangenen Wochen in den fünf Stadtteilen Kunst an der Straße geschaffen: Sie gestalteten Stromkästen des Netzanbieters Syna.

Auf je zwei Schaltkästen pro Stadtteil haben sie ihre künstlerische Visitenkarte hinterlassen. Honorar erhielten die Künstler nicht, die Bürgerstiftung Eppstein übernahm die Materialkosten. Die Kästen stehen recht zentral und erregten schon während der Gestaltungsphase Aufsehen. So auch die beiden Stromkästen in Alt-Eppstein. Dort lässt die Eppsteiner Künstlerin Martina Ochs, wie bereits berichtet, sechs Hühner über den himmelblau grundierten Kasten spazieren.

Die Fischbacherin Lia Thoma hat auf ihrem Kasten vor der Burgstraße 34 das zentrale Motiv in der Burgstraße aufgegriffen und Burg und Fachwerkhäuser abgebildet. Fünf Tage habe sie daran gearbeitet. Regen und Kälte seien die eigentliche Herausforderung gewesen, sagt die gebürtige Brasilianerin, die aus einer Malerfamilie stammt und Mitglied der brasilianischen Kunstakademie ist. Die vielen netten Begegnungen haben sie für das unfreundliche Wetter entschädigt. Sogar bewirtet habe man sie, wenn sie an ihrem Kasten arbeitete.

In Bremthal fallen die beiden neu gestalteten Stromkästen in der Wiesbadener Straße ins Auge. An zentraler Stelle in Höhe der Bornstraße hat die Eppsteiner Künstlerin Heyhat Hajo eine impressionistische Szenerie auf einen bislang eher tristen Stromkasten gemalt. Dabei sei der Kasten wegen seiner Oberflächenstruktur mit senkrechten kantigen Erhöhungen eine Herausforderung gewesen. Ausladende horizontale Pinselstriche seien darauf unmöglich, sagt Hajo und malte aus dem Blickwinkel unter einer Trauerweide, sowie deren Spiegelung im Wasser. Sie beschränkte sich auf vertikale Pinselführung und kleinste, subtile horizontale Bewegungen innerhalb dieser Erhöhungen.

Trotz dieser Schwierigkeiten sei der Standort vor dem Bruchsteinmauerwerk mit Blick zur alten Kirche und der Bergkulisse im Hintergrund perfekt: „Ich hätte mir keinen besseren Platz für den Weidenbaum vorstellen können“, sagt Hajo, die als Mathematiklehrerin an der Internationalen Schule in Frankfurt arbeitet. Die Künstlerin lebt seit vielen Jahren in Eppstein und ist noch immer fasziniert von der Burg und von der Landschaft rund um Eppstein.

Sie genieße die Stadt zu jeder Jahreszeit, sagt Hajo, denn anders als in ihrer Heimat Arizona mit nur zwei Jahreszeiten, gebe es im Taunus vier. Zur Malerei sei sie durch Zufall geraten: Nach einem Skiunfall mit einem komplizierten Beinbruch konnte sie zwei Monate lang nicht arbeiten – und begann zu malen. Seit 2018 gehört sie der Eppsteiner Künstlergruppe an.

Den zweiten Stromkasten in Bremthal in Höhe der Freiherr-vom-Stein-Straße hat der Hattersheimer Jürgen Damm gestaltet. Der passionierte Sporttaucher fotografiert auch Unterwasser und hat diese faszinierende Welt auf den Stromkasten gebannt. Sein Motiv, ein Weißflecken-Kugelfisch an einer von Seescheiden besiedelten Ankerkette, habe er in 15 Meter Tiefe im Roten Meer aufgenommen. Er hofft, dass die Aktion viele Nachahmer findet und die Motive nicht von sinnlosen Schmierereien zerstört werden. Nach Eppstein habe er seit seiner Jugend in Hofheim über Mitschüler gute Kontakte.

Der zweite Niederjosbacher Stromkasten in der Bahnstraße, ist ebenfalls mit einer Fotografie gestaltet worden. Wie berichtet hat Fotograf Ulrich Häfner dort ein digital bearbeitetes abstraktes Foto angebracht. Das Thema seiner Arbeit lautet naheliegend „Energie“, dargestellt seien die Impulse von Energiefluss und Bewegung. 

Der Bad Schwalbacher Künstler Stefan Ye-Löhr hat die Künstlergruppe über die Galerie im Justizzentrum Wiesbaden kennengelernt. Er fotografiert seitdem ihm sein Vater eine alte Kamera geschenkt hat. Seine Motive sind hauptsächlich Landschaften, die er in Schwarzweiß fotografiert und, so sagt er selbst, „möglichst mystisch“ darstellt. Sein Motiv auf dem Stromkasten in Höhe des ehemaligen Gasthofs „zum grünen Tal“ nennt er Spiegelwelten: Es zeigt einen sich im Wasser spiegelnden und verschwimmenden Strommasten.

In Vockenhausen hat er Künstlerkollegin Katja Trümper unterstützt. Von Ye Löhr stammt das Fotomotiv – erneut ein Strommast, allerdings diesmal als schwarze Silhouette im Gegenlicht – auf der der Apotheke zugewandten Seite der Kästen an der Hauptstraße. Katja Trümper aus Lorsbach hat mit neonfarbenen Streifen eine Verbindung geschaffen zu ihrer digitalen Komposition „eLightSolo“ auf der der Straße zugewandten Seite der Stromkästen. Sie nennt ihre digitalen Kompositionen „Hard-edge-Abstraktion“, da ihre Entwürfe ohne Skizze oder Foto oft „aus dem Kopf heraus“ entstünden.

Beruflich arbeitet die Lorsbacherin in der Unternehmenskommunikation, also jeglicher Form von Publikationen oder Veranstaltungen. Zeichnen und Malen begleiten sie ihr Leben lang. Etwa 30 Stunden hat sie an ihrem Kasten gearbeitet – ohne Entwurf und Vorarbeit.

Das Kunstprojekt auf der Straße habe Menschen ins Gespräch gebracht, hat sie beobachtet. So erzählten sich plötzlich einander Wildfremde persönliche Geschichten. „Kunst verbindet eben“, ist sie überzeugt und wünscht sich, dass das Projekt fortgeführt wird, am besten als offenes Kunstprojekt für jeden. Ihre Idee: „Man reserviert sich mit persönlichen Daten einen Kasten und legt los“. Damit würde Eppstein innerhalb eines Jahres zur größten Open Air Galerie Deutschlands werden.

Einen weiteren Stromkasten an der Hauptstraße hat Regina Lüneberg aus Alt-Eppstein in Höhe des „Caffè del Corso“ in völlig anderem Stil gestaltet: Sie erzählt auf ihrem fröhlichen Wimmelbild eine kleine Geschichte: Ein Hühnerhaus, zwei Hühner und ein Hahn, der einen Schlüssel im Schnabel hält, sowie drei kleine Küken auf der Hühnerleiter vor einer Kulisse aus bunten Wiesenblumen sind auf ihrem Stromkasten zu entdecken – und ein Eisbecher, eine kleine Reminiszenz an das dort beheimatete Eis-Café.

Die pensionierte Englisch- und Französisch-Lehrerin hat vor ihrem Lehramtsstudium auch einige Semester Kunst studiert und im Laufe der Jahre immer wieder gemalt. Seit ihrer Pensionierung widmet sie sich der Malerei intensiver und besucht Workshops und Kurse. Sie malt Landschaften, Tiere oder Pflanzen in frischen und fröhlichen Farben. Ihren Stil beschreibt sie als naturalistisch, teilweise impressionistisch. Ihr Anliegen: ein bisschen mehr Farbe in die teilweise triste Umgebung bringen. So versteht sie auch ihre Aufgabe am Stromkasten. Sie hofft, dass das Motiv den Menschen Freude bringt. Die ersten Reaktionen seien ermutigend gewesen. Vor allem Eltern mit Kindern blieben stehen und zeigten den Kleinen die Details. Da der Kasten auf Augenhöhe der Kinder ist, hofft sie, dass noch viele auf dem Weg zum Spielplatz dort stehenbleiben. Zwei fröhliche Motive haben die beiden Künstlerinnen Gaby Roth und Gaby Schmitt nach Ehlhalten gebracht: Die Fischbacher Künstlerin Gaby Schmitt hat ein ortsgebundenes Motiv gesucht, zu dem die Ehlhaltener einen Bezug haben und malte ein farbenfrohes Bild vom Kohlemeilerfest im Silberbachtal.

Die Frankfurter Künstlerin Gaby Roth ließ sich von der Nähe ihres Kastens zu Kindergarten und Festplatz an der Dattenbachhalle inspirieren und malte einen riesigen Strauß bunter Luftballons, hinter dem nur noch die Beine einer Radfahrerin und ihr Rad hervorlugen. Beide Künstlerinnen freuten sich über die Reaktionen von Passanten, die von ,ach wie toll’ bis ,wann wird der Kasten bei uns angemalt’ reichten. bpa

Sonja von Saldern

Ahornstraße 3

65527 Niedernhausen

E-Mail: olav@friedeck.de